Feuerwehr KMR

Messing Sicherrungsarmaturen zur Absicherung an Standrohren und Überflurhydranten gegen Rückdrücken, Rücksaugen oder Rückfließen von Löschwasser ins Trinkwassernetz.

Das Problem
Bei Löscheinsätzen der Feuerwehr kann es zu einer Verschmutzung des
Leitungsnetzes und damit des Trinkwassers kommen. Mögliche Ursachen
sind Fehlbedienungen an Geräten oder Leistungsabfall im Versorgungsnetz.
Das Zumischen von schaumbildenden Mitteln stellt hier eine besondere
Trinkwasser-Gefährdung dar. Auch durch Tankfüllarmaturen ausgelöste
Druckstöße oder ein im Leitungsnetz herrschender Unterdruck durch
unterschiedliche Arbeitsleistung von Feuerlöschpumpe und Trinkwassernetz
können zur Schädigung der Trinkwasserleitungen und so zur Verunreinigung
des Trinkwassers führen.

Sicherungseinrichtungen können ein Rückdrücken, Rücksaugen oder
Rückfließen von Löschwasser ins Trinkwassernetz verhindern.

Das Regelwerk
Der Feuerwehr-KMR entspricht dem Entwurf der Handlungsempfehlung zur
Löschwasserentnahme aus Trinkwassernetzen, die von einem aus Feuerwehren
und Wasserversorgungsunternehmen zusammengesetzten Projektkreis des
DVGW erarbeitet und als Mindest-Sofortmaßnahme eingesetzt werden sollte.

DVGW- Arbeitsblatt W 408(Abschnitt 5.2):
„...die nach dem Standrohr verwendeten Geräte und Einrichtungen müssen so
beschaffen sein, dass auch durch Fehlbedienung ein Rücksaugen, Rückdrücken
oder Rückfließen von Löschwasser in das Trinkwassernetz ausgeschlossen ist.

DVGW- Arbeitsblatt W 405:
„Bereitstellung von Löschwasser durch die öffentliche Trinkwasserversorgung“:
Regelung der Menge und Vorgehensweise zur Löschwasserversorgung.

DVGW - Arbeitsblatt W 405 - B1:
Vermeidung von Beeinträchtigungen des Trinkwassers und des Rohnetzes bei Löschwasserentnahmen.

Technische Merkmale:

  • Einsatzbereich: Kaltwasser, Betriebsdruck 10 bar
  • Nennweite DN 80
  • Sehr geringer Druckverlust bei hoher Durchsatzleistung: bei 1,5 bar 138 m³/h Durchfluss (nach W 405: erforderliche Durchflusswerte bei 1,5 bar Vordruck >96m³/h werden erreicht)

Die Lösung für vorhandene Standrohre:

Einsatz:

  • zur Absicherung von Standrohren gegen Rückdrücken, Rücksaugen oder Rückfließen von Löschwasser ins Trinkwassernetz
  • zur Trennung der Versorgungs- und Löschleitung
  • Montage direkt im Standrohr durch Zwischenschalten zwischen Standrohr- Ober-/Unterteil

Vorteile:

  • Kegelmembran-Rückflussverhinderer Typ EA (in Verbindung mit Standrohr), nach DIN EN 1717: zur Verhinderung des Rückflusses und Reduzierung von Druckstößen
  • der Volumenstrom in Vorwärtsbewegung faltet die Membran, so dass das Medium an der Membran mit einem geringen Druckverlust entlang fließt, sobald kein Volumenstrom vorhanden ist oder ein Rückfließen entsteht, legt sich die Membran wieder in ihre Ausgangsform an den Kegelträger an und verhindert so ein Zurückfließen des Mediums
  • membrangesteuert - keine federbelasteten Teile
  • Kegelträger mit Steinfangfunktion zum Schutz vor Fremdkörpern

Technische Merkmale:

  • Einsatzbereich: Kaltwasser, Betriebsdruck 10 bar
  • Nennweite DN 65, d 90mm
  • sehr geringer Druckverlust bei hoher Durchsatzleistung: bei 1,5 bar 75 m³/h Durchfluss (nach W 405: erforderliche
  • Durchflusswerte bei 1,5 bar Vordruck > 48 m³/h werden erreicht)

Materialien:

  • Kegelträger und Steinfang aus A4-Edelstahl
  • Kegelmembran: aus Silikon

Ersatzteile:

  • Ersatzmembran für Feuerwehr-KMR DN 65: 0035006